Förderung von Baumschnitt in Streuobstbeständen

Nach dem großen Erfolg des bisherigen Förderprogramms „Streuobstbaumschnitt 2015-2020“ hat die Landesregierung beschlossen wieder ein Förderprogramm für den Baumschnitt für die nächsten fünf Jahre (2021 – 2025) aufzulegen.
Wie bereits beim bisherigen Förderprogramm ist es vorgesehen, dass der Heimat- und Kulturverein in Zusammenarbeit mit den privaten Streuobstbesitzern einen Sammelantrag stellen. Die Anträge sind bis spätestens 15.07.2020 beim Regierungspräsidium Karlsruhe zu stellen.

Fördervoraussetzungen sind:

-          Fachgerechter Baumschnitt von Streuobstbäumen ab dem 3. Standjahr
-          Stammhöhe mindestens 1,40 m (vom Boden bis zum 1. Leitast)
-          Baumstandort im Außenbereich
-          Beantragte Bäume müssen im Fünfjahreszeitraum zweimal geschnitten werden
-          Brennkirschen und Walnussbäume sind von der Förderung ausgeschlossen
-          Keine Doppelförderung möglich (z.B. LPR-Förderung)

Interessierte Besitzer von Obstbaumgrundstücken im Außenbereich können sich beim Heimat- und Kulturverein, Herrn Timo Schuster, Fachwart Obst- und Gartenbau, Tel. 06295-9201-16, info@hkv-rosenberg.de bis zum 19.06.2020 melden.

Weitere Informationen erhalten Sie im Internet auf der Seite der Regierungspräsidien Baden-Württemberg

Eine Zusammenfassung der Fördervoraussetzungen können Sie hier als PDF-Dokument herunterladen.

 


Aktuelle Informationen zum Juniriss, finden Sie auf dieser Unterseite.


Im gesamten süddeutschen Raum bilden Streuobstbäume als Solitärbäume oder in Gruppen markante Landschaftsbilder. Sie sind als Lebensräume für viele Tierarten unverzichtbarer Bestandteil eines vielfältigen Ökosystems und darüber hinaus wertvolles Kulturgut, das es zu erhalten gilt.

An der „Hälde“ in Rosenberg liegt auf einer Fläche von etwa 1,5 ha eine solche Streuobstwiese im Besitz des Landes Baden-Württemberg mit alten, lokalen Sorten. Die Bepflanzung dieser erfolgte in den Jahren 1994/1995 und 2000. Eine Ansammlung von etwa 120 vieler alter, heimischer Obstbäume. Äpfel natürlich, aber auch Birnen, Kirschen, Zwetschgen und Pflaumen, Mirabellen, Quitten und Renekloden (Edel-Pflaumen) sind zu finden. Leider wurde nach der Kreisreform 2005 bzw. dem altersbedingten Ausscheiden des bisherigen Verantwortlichen der Schnitt und die Pflege der Bäume immer mehr vernachlässigt. Im Jahr 2010 erwarben dann zwei Rosenberger Bürger beim Landesverband für Obstbau, Garten und Landschaft Ba-Wü das Zertifikat als Fachwart für Obst und Garten. Diese initiierten dann zusammen mit dem Heimat- und Kulturverein 2011 einen ersten Schnittkurs für die Bevölkerung der Gemeinde Rosenberg. Im darauf folgenden Jahr 2012 wurden auf dem Gelände der „Hälde“ in Zusammenarbeit mit der Fachwartevereinigung Neckar-Odenwald nach Jahren der Vernachlässigung wieder Schnittpflegemaßnahmen durchgeführt.

Da die Pflege der sehr großen Anzahl an pflegebedürftigen Bäumen durch Einzelpersonen äußerst schwer zu bewerkstelligen ist, wurde auf Anregung unseres Bürgermeisters Gerhard Baar Baumpatenschaften als mögliche Lösung angedacht. Seit 2012 übernehmen neun Privatpersonen und der Heimat- und Kulturverein Rosenberg nun Obstbaumpatenschaften für eine bestimmte Baumreihe der Obstanlage. Diese Patenschaft verpflichtet sie zur nachhaltigen, fachgerechten Pflege ihrer Baumreihe. Die Paten erwerben hierdurch das Recht, auf unbestimmte Zeit die volle Obstnutzung der von ihnen gepflegten Bäume.

Seit dem Jahr 2014 nimmt der Heimat- und Kulturverein an einem Förderprogramm des Landes Baden-Württemberg teil. Hier können für Schnittmaßnahmen Fördergelder abgerufen werden.

Wenn auch Sie Interesse an einer Patenschaft haben, setzen Sie sich bitte mit uns in Verbindung.